Freiarbeitskonzept

Im Schuljahr 2006/07 nahmen die bei­den ersten Freiarbeitsklassen im Leibniz-Gymnasium ihre Arbeit auf.

Erfreulicherweise entschieden sich auch in den folgenden Schuljahren so viele Eltern bei der Anmeldung ihrer Kinder für das Freiarbeitskonzept, dass wir seitdem zwei von drei Klassen als Freiarbeitsklassen beginnen lassen konnten.

Freiarbeit soll das selbstständige Arbeiten fördern und versteht sich nicht als Nachhilfe oder Lernen auf einem nichtgymnasialen Niveau.

Freiarbeit am Leibniz-Gymnasium bedeutet

  • Anleitung unserer Schüler zum selbständigen, eigenverantwortlichen Lernen
  • Erwerb und Anwendung von methodischen Kompetenzen
  • Entwicklung der sozialen Kompetenzen
  • Förderung lernschwächerer wie auch besonders begabter Schüler

Seit dieser Zeit wurde ein trag­fähiges Konzept für die Einbindung von Freiarbeitselementen in den gymnasialen Unter­richt entwickelt. Mit Team­sitzun­gen, Fortbildungen und Hospitationen an anderen Gymnasien wurde ein Freiarbeitskonzept für das Leibniz-Gymnasium vorbereitet und schließlich von der Lehrerkonferenz einstimmig beschlos­sen.

13 Kolleginnen und Kollegen erwarben ein Montessori-Zertifikat für die Sekundarstufe I, um unser Konzept im Sinne der Freiarbeit nach Maria Montessori weiterentwickeln zu können.

Im Gegensatz zu Regelklassen haben die Freiarbeitsklassen in der Jahrgangsstufe 5 und 6 regelmäßig während 2,5 Unterrichtseinheiten in der Woche Freiarbeitsunterricht. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dort mit vorbereiteten Materialien der Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und weiterer Fächer, aus denen sie selbstständig auswählen und ihre Arbeit ebenso organisieren. Einige Materialien gehören zum Pflichtprogramm und müssen in einer festgelegten Frist bearbeitet werden, während die Beschäftigung mit anderen Materialien freiwillig ist.

Grundlagen unserer Freiarbeit

Grundlagen-Freiarbeit

In der 7. und 8. Jahrgangsstufe verlagert sich der Schwerpunkt der Freiarbeit zugunsten der Projektarbeit. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten pro Schuljahr 3 bis 4 fächerübergreifende Projekte – z.B. fließen bei dem Projekt „Wasser“ Inhalte aus dem Biologie- und Erdkundeunterricht ein – und entwickeln ihre Methodenkompetenz ständig weiter.

Am Ende der Mittelstufe in der Jahrgangsstufe 9 findet die Freiarbeit in Form einer Projektwoche statt, in denen die Schülerinnen und Schüler jeweils anstelle von regulärem Unterricht ein Projekt zu einem Thema bearbeiten, das sich mit Aspekten aus dem Themenbereich „Lüttringhausen/Ronsdorf /Lennep“ beschäftigt. Die genaue Formulierung des Themas wechselt mit den jährlich wechselnden verantwortlichen Fachschaften. Im Schuljahr 2016/17 sind dies zum Beispiel die Fächer Deutsch, Physik und Geschichte. Diese Form des freien Arbeitens bereitet unsere Schülerinnen und Schüler auf die selbstständige Arbeit mit neuen Fragestellungen vor, wie sie z.B. in der Sekundarstufe II in der Anfertigung einer Facharbeit wiederzufinden ist.

Die Freude unserer Schülerinnen und Schüler an selbstverantwortlichem und selbstbestimmtem Lernen gibt uns recht, an diesen Zielen festzuhalten und sie ständig weiterzuentwickeln.

Das neue Freiarbeitskonzept stellt die gesamte Schulgemeinde aber nun vor einige Herausforderungen. Nicht nur zusätzliche Räume müssen für die Klassen gefunden und für die Freiarbeit eingerichtet werden, auch fallen nicht unerhebliche Materialkosten an, da mit jedem Schuljahr neue Freiarbeitsmaterialien angeschafft werden müssen.

Dank der Hilfe des Montessori-Fördervereins und des Fördervereins des Leibniz-Gymnasiums mit großzügigen Spen­den, der Emil-Lux-Stiftung und einiger Schülereltern, die nicht unerhebliche Geldbeträge zweckgebunden für die Anschaffung von Freiarbeitsmaterial zur Verfügung stellten, ist die Situation aber bis zum heutigen Tag als sehr positiv zu beurteilen.

Beispiel eines Freiarbeits-Projekts der Jahrgangsstufe 5

Das erste Freiarbeitsprojekt, das unsere Kinder in der 5. Jahrgangsstufe bearbeiten, beschäftigt sich mit „Kindern aus aller Welt“. Es macht die Schülerinnen und Schüler bekannt mit dem Alltag von Kindern in der Dritten Welt. In Gruppen erarbeiten sie Wissenswertes z.B. über Simbabwe, Sierra Leone, Guatemala oder Indien und beschäftigen sich mit dem täglichen Leben der Kinder dort. Das neu erworbene Wissen wird in Form von kleinen Vorträgen, Rollenspielen oder Wandzeitungen den Eltern vorgeführt.

Ursula Wirwahn

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