Opportunity International

Ganz aktuell im April 2017: Das Jugend-Ausbildungsprogramm in Ghana, das vom Förderverein des Leibniz-Gymnasiums unterstützt wurde, ist erfolgreich abgeschlossen worden. Sieben junge Auszubildende haben ihre Abschlussprüfung bestanden. Den vollständigen Abschlussbericht des Förderprogramms können Sie hier lesen.

Das Leibniz-Gymnasium gründet eine Bank

Trustbank      –    Opportunity International    –    Mikroschool

Das Sozialprojekt des Leibniz-Gymnasiums

Das Leibniz-Gymnasium hat lange Zeit geholfen, die soziale Not in der Ukraine zu mildern. Dies ist heute nicht mehr erforderlich.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise in der gesamten Welt hat die Einkünfte vieler Menschen erheblich schrumpfen lassen, auch in Deutschland. Unsere sozialen Netze sind aber so gut, dass niemand in eine solche Notsituation gerät, dass sein Leben bedroht wäre. Dies ist leider in vielen Entwicklungsländern ganz anders. Hier fehlt es an allem: Lebensmitteln, ärztliche Versorgung, Bildung.

Durch einen Vortrag im Rahmen unserer Reihe Forum Leibniz wurden wir auf die Organisation Opportunity International aufmerksam. Die Familie vom Baur, deren Kinder das Leibniz-Gymnasium besuchten, berichtete im März 2009 über die Arbeit dieser gemeinnützigen Organisation, die sich die Aufgabe gestellt hat, Menschen in Entwicklungsländern so zu helfen, dass sie sich demnächst selbst helfen können.

Dabei wird nach einem Beschluss der Schulkonferenz am 09.09.09 in Zukunft auch das Leibniz-Gymnasium durch Unterstützung von OI (Opportunity International) mithelfen.

Unsere Schule möchte mit Hilfe der Eltern, der Lehrer, aber vor allem der Schülerinnen und Schüler Aktionen zum Sammeln von Spendengeldern durchführen. Die Aktionen sollen so gestaltet werden, dass sie auch dem Wohle der Spender dienen. Also ganz dem Motto von Opportunity International entsprechen: Hilfe durch Selbsthilfe. Beispiele könnten sein:

–    Ein Flohmarkt in der Schule: Sie werden Dinge los, die ihnen schon lange im Weg standen.
–    Schülerinnen und Schüler, die bessere Computerkenntnisse besitzen als Sie, versteigern für Sie Waren im Internet.
–    Die SV (Schülerverwaltung) bietet Kultur- und Sport-Veranstaltungen für Schüler an, die Schule wird für alle Schülerinnen und Schüler attraktiver.

Wie hilft OI? Wobei will das Leibniz-Gymnasium helfen?

Die Organisation OI führt eine Fülle von Hilfsangeboten auf der ganzen Welt durch. Das Leibniz-Gymnasium möchte besonders Hilfsprojekte in Ghana unterstützen. Die Entscheidung für Ghana ist durch den Kontakt unserer Schülereltern, Familie vom Baur, dorthin bedingt. Sie haben sich bei einer Reise nach Ghana, die von OI an Spender angeboten wurde, von der Arbeit von OI vor Ort überzeugen können.

Das erste Ziel des Leibniz-Gymnasiums ist eine Spendenhöhe von 5000 Euro. Dieser Betrag ist zur Gründung einer Trustbank erforderlich. Die Trustbank stellt ihren Klienten, so werden die Kreditnehmer der Trustbank bezeichnet, Mikrokredite in einer durchschnittlichen Höhe von nur 140 Euro bereit. Der Betrag reicht in Ghana schon aus, um einen kleinen Handwerksbetrieb in eine Selbstständigkeit zu führen, die den Lebensunterhalt einer ganzen Familie sichert. Ohne den Kredit zum Ausbau des bereits bestehenden Kleinbetriebes wäre eine Selbstversorgung nicht möglich. Typische Kleinunternehmer produzieren Lebensmittel, Kleidungsstücke, Spielzeug, Werkzeuge oder Schmuck in kleinen Ständen auf der Straße oder in einfachen Bretterbuden. Sie können aber auch Dienstleister und Handwerker wie Schuhputzer, Schneider, Schuster, Tischler, Friseure, Kleinbauern oder Fischer sein.

OI vergibt keine Almosen, die zu Entwürdigung und häufig zu einer Passivität der  Armen führt. Es wird das Eigenpotential der Kreditnehmer gefördert und dadurch die Möglichkeit der Hilfe durch Selbsthilfe geschaffen.

Kredite müssen getilgt werden, es bekommt nur derjenige einen Kredit, der Sicherheiten für die Rückzahlung bieten kann. Sicherheiten in unserem Sinne, also materielle Sicherheiten, haben die Menschen in Ghana nicht. Genau hier setzt die Trustbank-Methode an.

Die Klienten schließen sich zu einer Gemeinschaft von 15 bis 30 Kreditnehmern zusammen und bürgen füreinander. Die Trustbank-Mitglieder unterstützen sich gegenseitig in ihrer Geschäftsidee. Bei regelmäßigen Treffen zahlen sie ihren Kredit in Raten zurück und erhalten dabei auch Schulungen zu Themen wie Unternehmensführung und Gesundheitsvorsorge von einem sogenannten Loan-Officer, der für OI arbeitet. Ein Loan-Officer ist ein Kreditbetreuer, der vor Ort die wöchentlichen Rückzahlungsraten sammelt und den Klienten bei eventuellen Problemen zur Seite steht. Kreditbetreuer müssen Banker, Manager, Unternehmensberater, Sozialarbeiter und Seelsorger in einer Person sein. Sie spielen die entscheidende Rolle für das Funktionieren der Mikrofinanzierung. Die Rückzahlungsquote bei der  von Opportunity International angewendeten Trustbank-Methode liegt bei 97%!

 

Kliententreffen

Kliententreffen mit dem Loan-Officer

Neben den oben beschriebenen Anwendungsgebieten für Mikrokredite nehmen solche für Bildungsunternehmer zu. Sie gründen private Kindergärten und Schulen, Mikroschools, für benachteiligte Kinder in den Slumgebieten. Die Mikroschools sind Privatschulen, die ein sehr geringes Schulgeld verlangen, das auch von den Ärmsten bezahlt werden kann. Die Kinder erhalten dort einen Ganztagsunterricht mit Verpflegung. Die Qualität der Privatschulen ist häufig um ein Vielfaches höher als das der staatlichen Schulen, falls überhaupt welche vorhanden sind. Für die Gründung einer neuen Mikroschool sind allerdings 25.000 € als Grundbetrag erforderlich. Davon können erste Klassenräume erstellt und eingerichtet werden, es gibt ein Mittagessen, das von den Müttern der Schülerinnen und Schüler zubereitet wird. Nach einer Weiterentwicklung der Schule übernehmen Angestellte diese Aufgabe. Es werden so zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Direkt nach der Gründung einer Mikroschool werden oft nur 30 bis 40 Kinder unterrichtet, der Erfolg dieser Schulen ist jedoch so immens, dass einige Schulen mittlerweile bereits mehrere hundert Kinder betreuen.

Microschule

Mikroschule in Ghana

Die Gründung einer Mikroschool in Ghana kann ein weiteres, langfristig gesehenes Ziel des sozialen Engagements des Leibniz-Gymnasiums werden. 25000 € sind sehr viel Geld, Die Erfahrung anderer Schulen mit größeren Veranstaltungen zum Zwecke der Spendensammlung, lassen dieses Vorhaben nicht unmöglich erscheinen. Die Projekttage am Ende des Schuljahres 2009/10 haben u.a. das Ziel, Gelder für OI zu sammeln. Den größten Beitrag soll dabei ein Sponsorenlauf zu Gunsten von Opportunity International einbringen.

Liebe Schüler, Eltern, Freunde und Ehemalige des Leibniz-Gymnasiums helfen Sie mit bei der Durchführung von Aktionen für Opportunity International. Helfen Sie, damit die Menschen in Ghana ein menschenwürdiges Leben aus eigener Kraft erreichen.

Unterstützen Sie die geplanten Projekte, bringen Sie Ideen für unser Schulfest ein.

Gründen Sie mit der Schule eine Trustbank oder sogar eine Leibniz-Mikroschool in Ghana.

P.S.: Wollen Sie unser Projekt durch eine Spende unterstützen, so zahlen Sie diese unter dem Stichwort „Spende für OI“ auf folgendes Konto ein:

Kontoinhaber: Förderverein Leibniz-Gymnasium
IBAN: DE53 3405 0000 0000 1801 66
BIC: WELADEDRXXX

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