Geschichte

Ziele und Inhalte

Das Ziel des Faches Geschichte ist durch die Vorgaben der Lehrpläne und Richtlinien eindeutig festgelegt: Schülerinnen und Schüler sollen in der kritischen Auseinandersetzung mit historischen Lebenswelten ein „reflektiertes Geschichtsbewusstsein“ ausbilden und so in die Lage versetzt werden, als sozial verantwortlich handelnde und mündige Bürger an der demokratischen Entwicklung unserer Gesellschaft teilzunehmen.

Um dies erreichen zu können, ist es wichtig, das Fach kontinuierlich zu unterrichten. Aus diesem Grund ist das Fach Geschichte am Leibniz-Gymnasium in der Sekundarstufe I im Stundenplan der Klassen 6-9 mit einer Unterrichtseinheit pro Woche durchgängig verankert. Der Geschichtsunterricht besteht dabei in der Erarbeitung eines chronologischen Überblicks von der Urgeschichte bis zur Neuzeit.

Zur Zeit wird das Fach Geschichte von fünf Kolleginnen, zwei Kollegen sowie einem Studienreferendar am Leibniz-Gymnasium vertreten, die somit auch ein umfassendes Kursangebot in der Oberstufe sichern können. Neben den obligatorischen Grundkursen kann in jeder Jahrgangsstufe ebenso ein Leistungskurs angeboten werden. Inhaltliche Orientierung bieten dabei die Vorgaben des Zentralabiturs, die seit der Einführung der zentralen Prüfungen das „lange“ 19. Jahrhundert bzw. das „kurze“ 20. Jahrhundert umfassen, sowie der neue Kernlehrplan für die gymnasiale Oberstufe.

Selbstständiges Arbeiten 

Besonderen Wert legt die Fachschaft auf Arbeitsphasen, in denen Schülerinnen und Schüler durch ihre Interessen geleitet eigene Schwerpunkte innerhalb eines zentralen Themenkomplexes setzen können. Obligatorisch ist hier das Antike-Projekt der 6. Klassen im Rahmen des schulischen Freiarbeitskonzepts. Während eines Zeitraums von ca. sechs Wochen erarbeiten unsere Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen ihre selbst gewählten Inhalte zur Römischen Republik, die sie mittels verschiedenster Methoden und Medien sowohl ihren Mitschülern als auch den Eltern abschließend in der Aula präsentieren. Begleitend zum Antike-Projekt findet eine Exkursion in den Ärchäologischen Park Xanten statt. Die Förderung selbstständigen Arbeitens wird in historischen Projektarbeiten in der Jahrgangsstufe 9 noch einmal vertieft, bevor die SchülerInnen in die Einführungsphase eintreten.  [Photo: Diesjährige FA-Präsentation „Antike-Projekt“].

Außerschulische Lernorte und Kooperationen

Auch außerschulische Lernorte sind wichtiger Bestandteil des Geschichtsunterrichts am Leibniz-Gymnasium. Neben Besuchen im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die unterrichtsbegleitend zum Vorhaben „Deutschland nach 1945“ stattfinden, arbeiten wir eng mit regional-historischen Museen und Vereinen, wie dem „Bergischen Geschichtsverein“ und dem „Tuchmuseum Lennep“ zusammen. Somit lernen Schülerinnen und Schüler Geschichte nicht nur als gesellschaftliches Kontinuum, sondern vor allem auch als regionales Phänomen kennen, das ihre unmittelbare Lebenswelt immer wieder stark verändert und geprägt hat.

Denkmal-Projekt

Eine besondere Art des historischen Lernens am Leibniz-Gymnasium stellt das „Denkmal-Projekt“ dar.

Im Schuljahr 2009/10 nahmen sich fünf Schülerinnen der ehemaligen Jahrgangsstufe 13 unter der Leitung ihres Lehrers der Herausforderung an, das Schicksal der ehemaligen beiden jüdischen Mitschüler Werner Strauss und Peter Wisbrun zu erforschen und in Form eines Denkmals der Schulöffentlichkeit zu präsentieren.

Die Schülerinnen entwickelten die Leitidee, dass dieses Denkmal in seiner Gestalt die historischen Geschehnisse erzählerisch präsentieren und damit zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte auffordern sollte – die Idee einer historisch-informativen Gedenkstele war geboren. Mittels intensiver Recherchen gelang es der Projektgruppe einen Kontakt zu Herrn Wisbrun herzustellen und Ihn dafür zu gewinnen, das Projekt mit großer Intensität zu unterstützen: Er berichtete über seine Schulzeit und die Umstände seiner Flucht. Er stellte historische Familienphotos zu Verfügung, damit diese für die Erstellung des Denkmals bearbeitet werden konnten.

Anhand dieser vielfältigen Informationen und Quellen ist so schließlich ein Denkmal entstanden, das im Dezember 2010 im Gebäude des Leibniz-Gymnasiums gegenüber dem Sekretariat aufgestellt wurde und damit einen zentralen Ort der Begegnung innerhalb des Hauses markiert, der von SchülerInnen, Eltern und Besuchern intensiv rezipiert wird und den die Kolleginnen und Kollegen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer mittlerweile als „Stein des Anstoßes“ in ihren Regelunterricht integriert haben. [Photo: Denkmal-Projekt, vgl. Anhang]

Historisches Denken fördern

Das Denkmal-Projekt steht wie der Regelunterricht beispielhaft für das Bemühen der Fachkonferenz, das Fach Geschichte nicht als stumpfes Auswendiglernen von Daten und Fakten aufzufassen, sondern dieses vielmehr als historisches Denkfach zu etablieren, das Jugendlichen Orientierungswissen über die Welt von gestern vermittelt, welches sie dazu befähigt, sich in der Welt von heute zu orientieren und Verantwortung für die Welt von morgen zu übernehmen.

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