Ausstellung zum Thema „Catcalling“
Am Mittwoch, den 26. November waren wir, die Klasse 10c, zusammen mit Frau Seemann und Herr Schulte-Nieland, auf einem Ausflug zu einer Ausstellung, die das Thema „Catcalling“ behandelte. Die Ausstellung fand in Remscheid beim Sozialdienst katholischer Frauen/Caritas statt, wo man sich auch kostenlos zu diversen Themen beraten lassen kann (Frauenberatungsstelle Indigo: Theodorstraße 8, 42853 Remscheid).
Catcalling bezeichnet verbale oder nonverbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum. Dazu gehören zum Beispiel anzügliche Kommentare, Pfeifen, Nachrufen, aufdringliche Blicke oder Gesten. Auch wenn manche Menschen Catcalling als „Kompliment“ abtun, ist es für Betroffene oft unangenehm, übergriffig und einschüchternd. Catcalling kann dazu führen, dass sich Menschen unsicher fühlen, Angst bekommen oder bestimmte Orte meiden.
Wenn man selbst betroffen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten zu reagieren: Man kann die Situation ignorieren und weitergehen, deutlich Grenzen setzen, Hilfe bei anderen Menschen in der Nähe suchen oder die Situation später einer Vertrauensperson erzählen. Wichtig ist, dass Betroffene wissen: Sie sind nicht schuld. Auch Außenstehende können helfen, indem sie eingreifen, Unterstützung anbieten oder deutlich machen, dass solches Verhalten nicht akzeptabel ist.
Die Mädchen und Jungs wurden aufgeteilt, da die Jungs ein anderes Programm hatten. Wir Mädchen durften uns erst mal die Ausstellung angucken. Dort konnten wir Zettel und Plakate mit persönlichen Erfahrungen rund um Catcalling lesen. Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Erst sprachen wir zusammen mit Mitarbeiterinnen der Caritas darüber, ob wir schon mal Catcalling erlebt haben und dann durften wir unsere eigenen Erfahrungen und auch die Lösungsansätze – was man tun kann, wenn man betroffen ist – aufschreiben und besprechen. Danach wechselten wir in den nächsten Raum, wo wir als Rollenspiel eine Situation nachspielten und überlegten, wie man aus der Situation herauskommt.
Währenddessen sahen sich die Jungen die Ausstellung an. Danach tauschten sie sich gemeinsam über Erfahrungen und Lösungsansätze zu Catcalling aus.
Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug und wir bedanken uns herzlich bei Frau Seemann für die Organisation und bei der Caritas für die Möglichkeit des Besuches.
Ein Beitrag von Lilli Behrens und Livia Amely Kling (beide 10c)








